Übersicht

Stammbaum

Historische
Persönlichkeiten

Über das Buch

Exposé

Die Figuren

Historisches

Hamburg

Wantesbeke

Namensgebung

Kleidung

Lustiges

Spielen in Wantesbeke

Lerne mit Leopold

Weiteres

Literatur

Kontakt

 

Nach Hause

Wilhelm von Mainz

*ca. 929, † 2. März 968
Bischof von Mainz: 954 - 968

Wilhelm (von Mainz) ist der älteste Sohn Ottos I. und einer namentlich nicht bekannten Slavin. Als Illegitimer war er von Anfang an von der Herrschaft ausgeschlossen und wurde ins Kloster gegeben, um für den geistlichen Stand vorbereitet zu werden.

Mit dem Tod des oppositionellen Erzbischofs Friedrich von Mainz im Jahre 954 bot sich seinem Vater die Gelegenheit, nach Köln und Trier nun auch das dritte rheinische Erzbistum mit einem Verwandten zu besetzen. Dabei war er sich der Tatsache, daß Wilhelm seine Politik durchaus nicht immer unterstützen würde, bewusst. Gerade in der Frage um die Herausnahme des Bistums Halberstadt und der Neugründung des Erzbistums Magdeburg opponierte Wilhelm und setzte sich 961 schließlich teilweise durch: Halberstadt verblieb bei Mainz und nur Magdeburg wurde ausgegliedert. Mit dem Erzbistum war auch das päpstliche Vikariat für das Reich nördlich der Alpen verbunden.

Obgleich Wilhelm anfänglich wohl nicht dafür vorgesehen war, gelang es ihm weiter, das Amt des königlichen Erzkaplans, das Mainz unter seinem Vorgänger Friedrich wegen dessen Rolle im Liudolf-Aufstand entzogen worden war, nach dem Tod seines Onkels Brun von Köln 965 untrennbar mit dem Mainzer Bischofsstuhl zu verbinden. Wilhelms wachsender Einfluss auf die Reichsregierung findet seinen deutlichen Ausdruck in seiner Ernennung zum Reichsverweser, gemeinsam mit seinem Onkel Brun, während des zweiten Italienzuges Ottos I. (961 bis 965). Geehrt wurder er auch durch den Wunsch Ottos I., ihn zum Erzieher des künftigen Königs zu machen.
Wilhelm wurde auch für die Dauer des dritten Italienzuges seines Vaters zum Reichsverweser ernannt, erlebte dessen Rückkehr aber nicht mehr, weil er am 2. März 968 in Rottleberode starb. Begraben wurde er in der St. Albanskirche zu Mainz.



Referenzen:

 
  GLOCKER, Winfried: Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik. Studien zur Familienpolitik und zur Genealogie des sächsischen Kaiserhauses (= Dissertationen zur mittelalterlichen Geschichte 5) Köln/ Wien 1989, 135-153

Anmerkung: zu Wilhelm von Mainz ist mehr Literatur verfügbar, zumeist anteilig in Publikationen mit anderem Thema wie bspw. den Monographien von Keller, Schieffer und Köpke/Dümmler, die bei den Artikeln über Otto I. und Otto II. angeführt sind.