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Bischof Dietrich I. von Metz

*930/35 - †07.09.984
Bischof von Metz: 965 - 984

Dietrich kam zwischen 930 und 935 zur Welt. Seine geistliche Erziehung erhielt er in Halberstadt.
Als Bischofs Adalbert von Metz starb hatte er bereits eine verwaltende Tätigkeit in der Metzer Kirche übernommen. Später zog er zu seinem Vetter Brun, dem Erzbischof von Köln und Bruder Königs Ottos I. Auf Betreiben Bruns wurde Dietrich 964 zum Metzer Bischof gewählt und Anfang 965 geweiht.
Seit dem Tode Bruns im selben Jahr stand er als einer der einflussreichsten Ratgeber König Otto I. und dessen Sohn zur Seite. Er begleitete den König und späteren Kaiser auf seinem zweiten und den Sohn auf seinem ersten (967 bis 972) und seinem letzten Italienzug (981 bis 982). Otto I. übertrug ihm 972 die ehrenvolle Aufgabe, die zukünftige Gemahlin seines Sohnes an der italienischen Küste zu empfangen und nach Rom zu geleiten.

968 gründete er das Kloster St. Vincent, zu dessen Ausstattung er Reliquien und Handschriften aus Italien mitgebracht hatte. Sein Ehrgeiz brachte ihm die Beschwerde der italienischen Kirchen ein, die ihm vorwarfen, Italien verarmt zurückgelassen zu haben. Dietrichs häufigen und langen Reisen und seine Verstrickung in die Reichspolitik seines Vetters und seines Neffen machten es ihm unmöglich, sich angemessen um sein Bistum zu kümmern.
Der Auftrag für eine Vita ging von zwei Mönchen aus dem Kloster St. Vincent aus und wurde rund 70 Jahre nach seinem Tode von Sigibert von Gembloux ausgeführt.
Dietrich starb am 07. September 984. In seiner Abtei St. Vincent liegt er begraben.



Literatur:

 
  GLOCKER, Winfrid: Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik. Studien zur Familienpolitik und zur Genealogie des sächsischen Kaiserhauses, Köln/ Wien 1989
  HAARLÄNDER, Stephanie: Vitae Episcoporum. Eine Quellengattung zwischen Hagiographie und Historiographie, untersucht an Lebensbeschreibungen von Bischöfen des Regnum Teutonicum im Zeitalter der Ottonen und Salier, Stuttgart 2000
  HAUCK, Albert: Kirchengeschichte Deutschlands III8, Berlin-Leipzig 1954
  REUß: Das Leben des Bischofs Theoderich I. von Metz. Ein Beitrag zur Geschichte der Ottonen, in: Programm der vollberechtigten höheren Bürgerschulen zu Eilenburg zum Oster-Examen 1882, Eilenburg 1882, 1-49
  Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 1030
Quellen: Vita Deoderici, MGH SS 4, 462ff.
  Continuator Regionis, 176

Bisweilen wird Dietrich in der Forschung Theoderich genannt. Bei einer Recherche in Nachschlagewerken wie dem Kirchenlexikon von Bautz oder dem Lexikon des Mittelalters sollte das berücksichtigt werden.